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Amanda Wulf


Spannung, Liebe, Hass. Lies und lass dein Herz höher schlagen. Amalie muss eine schwere Nachfolge antreten und Mr. Wulf im Kampf für den Feminismus besiegen. Seine attraktive, sechsköpfige Leibgarde steht ihr dabei im Weg...


Fantaisie Fantaisie sombre Interdit aux moins de 18 ans. © V. Pitters

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Amalie Nuvoir

Kapitel 01

,,Und, Miss Nuvoir? Weshalb sind wir denn heute zu spät?“ sagte Mr. Hestergelangweilt.

Er war Amalies Klassenlehrer. Ein äußerst dürrer, arroganter Mann.

,,Ich hab wieder verschlafen“ sagte sie ausdruckslos und setzte sich eilig auf ihrenPlatz.

Das war gelogen. In Wahrheit hatte sie die Schulsachen für ihre Schwestern suchenmüssen, da diese zu faul dafür gewesen waren.

,,Mal etwas ganz neues. Na gut, Kinder. Öffnet eure Bücher auf Seite 35“

Tuschelnd und lachend blickten die anderen in der Klasse zu Amalie.

Diese war es schon gewohnt, dass man über sie lachte oder mit dem Finger auf siezeigte. Sie war der typische Außenseiter, keiner sprach je mit ihr oder war auf ihrer Seite. Auch wenn sie nicht wusste weshalb.

Nun war Pause und Amalie setzte sich an das andere Ende des Schulhofes. Direkt unterden Baum, unter welchem sie jeden Tag saß.

Amalie war ein ruhiger Mensch. Was unter anderem davon kam, dass man sie dazuerzogen hatte niemals auch nur ansatzweise zu widersprechen. Und dies wurde teilweise mit Ohrfeigen ihres Vaters untermauert.

Ihre beiden Schwestern waren die Prinzessinnen in der Familie. Verwöhnte Gören inden neusten Klamotten.

Amalie dagegen war eher schmuddelig gekleidet, in Sachen welche ihre Schwesternnicht einmal anrühren würden.

Ihre langen, dunkelblonden Haare hingen Amalie fettig ins Gesicht. Schminken kam fürsie nicht in Frage, weshalb sie ihre großen, grünen Augen immer hinter einer riesigen, braunen Hornbrille versteckte.

Sie hatte volle Lippen und einen leicht korpulenten Körperbau. Wobei die paar Grammzu viel an den richtigen Stellen saßen.

Der Tag würde wie jeder andere enden und am liebsten wäre sie jetzt in ihrem Bett.

Doch dies würde bedeuten, sie wäre wieder zu Hause. Und das war noch schlimmer alshier zu sein.

Es gab keinen Ort auf dieser Welt, den sie mehr hasste.

Allerdings hatte Amalie dies inzwischen akzeptiert. In genau zwei Tagen würde sienämlich sterben.

Amalie würde sich umbringen. Der Entschluss war nun gefasst.

,,Und vergesst nicht, Kinder, übermorgen gibt es ein Fest zu Ehren des neuen Bürgermeisters. Ich möchte, dass ihr euch dort alle einfindet und einen Aufsatz darüber schreibt!“ sagte Mr. Hester mit leicht nasaler Stimmlage und schob seine Notizen zur Seite.

Lautes Gemurmel ging durch die Klasse. Nur Amalie war weniger interessiert an dem was ihr Lehrer sagte. Sie würde während dieser Feier von irgendeinem Gebäude springen, deshalb hielt sie diese Hausaufgabe für nicht besonders relevant.

,,Amalie, könntest du aufhören zu malen und gefälligst aufschreiben was ich hier sage?“

Doch Amalie war zu sehr in Gedanken versunken. Sie bekam gar nicht mit, dass der Lehrer mit ihr sprach.

,,Nachsitzen!“ rief er auf einmal wütend und Amalie schreckte auf.

,,Aber ich...“

,,Kein Aber! Du bleibst heute länger!“

Amalie seufzte und und packte ihre Zeichnung weg.

,,In Ordnung, Mr. Hester“ sagte sie leise und lauschte wieder dem Unterricht.

Amalie kam erst gegen 16 Uhr nach Hause. Ihre Mutter stand schon mit verschränkten Armen vor der Türe und blickte sie wütend an.

,,Wo zur Hölle warst du so lange? Denkst du etwa ich koche, nur weil du nicht pünktlich nach Hause kommst?“ schrie sie mit ihrer schrillen Stimme und zog Amalie an ihrem ausgefransten Pullover nach drinnen.

,,Ich musste nachsitzen“ murmelte sie leise und stolperte beinahe über den Teppich.

,,Schon wieder?! Pass auf wenn dein Vater das erfährt!“

,,Wenn ich was erfahre?“ sagte Erwin Nuvoir ernst.

Amalies Vater kam vom Wohnzimmer in den Flur und starrte seiner Tochter feindselig entgegen.

Wie sehr sie diesen großen, selbstgerechten Tyrannen hasste. Ihr ganzes Leben lang wurde Amalie von ihrem Vater unterdrückt und gedemütigt.

Momentan wütete in ihr allerdings nur noch die Angst.

So schmächtig Erwin Nuvoir trotz seiner Größe auch aussehen mochte, nachdem er vor mehreren Jahren angefangen hatte Amalie gegenüber handgreiflich zu werden, da steigerte sich ihr Unwohlsein zu richtiger Furcht.

,,Sie musste schon wieder nachsitzen, Erwin!“

Amalie schluckte. Sie erkannte den bösen Ausdruck in den Augen ihres Vaters.

Dieser packte sie am Nacken und zog sie die Treppe nach oben in ihr Zimmer, bevor er Amalie wütend hinein warf.

,,Du sollst doch keinen Unfug mehr machen! Wie oft muss ich dir das noch einprägen?" rief er ungehalten, während Amalie sich langsam wieder aufrichtete.

,,Es tut mir Leid, Vater. Bitte, ich...“

Doch da schlug er ihr mit der flachen Hand hart ins Gesicht und verpasste ihr eine heftige Ohrfeige.

Amalie drehte sich zur Seite und versuchte Tränen zu unterdrücken.

,,Wenn du dich nicht langsam am Riemen reißt, dann muss ich schlimmere Maßnahmen ergreifen!“ sagte er und funkelte sie erneut böse an.

Mit einem letzten, hasserfüllten Blick musterte er Amalie abwertend, bevor er wieder nach draußen verschwand.

Amalie setzte sich auf ihr Bett und weinte, weinte bitterlich.

Es tat so weh. Alles in ihr brannte in einem so unglaublichem Feuer aus Schmerz und Verzweiflung. Sie konnte einfach nicht mehr, sie wollte nur noch sterben.

,,Ich werde es tun, übermorgen. Und nichts wird mich davon abhalten!“

Sie ging hinunter um zu kochen, versuchte dabei den spöttischen und beleidigenden Kommentaren ihrer Schwestern aus dem Weg zu gehen und gab sich Mühe nichts falsch zu machen.

Nach dem Essen setzte sie sich an ihre Hausaufgaben und an die ihrer Schwestern, bevor sie hundemüde ins Bett fiel.

Der nächste Tag würde wieder so ablaufen wie alle anderen Tage der vorherigen Wochen.

Deswegen war sie im Moment einfach nur zufrieden damit, für eine kurze Weile in das Land der Träume zu entfliehen.

Doch als sie so im Bett lag, schweiften ihre Gedanken ab. Sie dachte erneut über ihr Leben nach. Über einen ganz bestimmten Punkt.

Sie war nun fast 20 Jahre alt und hatte noch nie einen festen Freund gehabt. Sie wusste nicht einmal wie es sich anfühlte jemanden zu küssen. Deswegen fehlte ihr auch irgendetwas in ihrem Dasein. Amalie war ihr ganzes Leben zurückhaltend gewesen. Traute sich nicht auch nur ein falsches Wort zu sagen. Sprach nur wenn man sie dazu aufforderte und ließ so ziemlich alles mit sich machen, egal wie ungerecht es auch war.

Wie es wohl sein musste einen Menschen an seiner Seite zu haben, von welchem man unterstützt und geliebt wird... Kurz darauf war sie eingeschlafen.

Wie erwartet lief der nächste Tag wie der vorherige ab. Sie kam ein weiteres Mal zu spät, bekam wieder Ärger mit ihrem Lehrer und musste erneut Nachsitzen. Umso später es wurde, während sie wartete nach Hause gehen zu dürfen, umso mehr Angst bekam sie vor dem was passierte, wenn sie dort ankommen würde.

Doch da sie eh schon zu spät war, nahm sie den langen Weg nach Hause. Darauf kam es jetzt auch nicht mehr an.

Nun stand sie vor der Haustüre und zögerte. Den Schlüssel in der Hand, doch bekam es nicht hin, ihn in das Schloss zu stecken.

Heute war ein selten kalter Tag.

Der Wind ließ die wenigen Blätter der kahlen Bäume zittern, während Amalie eine Gänsehaut überkam. Sie hatte zwar einen Pullover an, doch ihre Jeanshosen waren alle zerrissen. Daher trug sie heute nur einen schmalen Rock mit einer sehr dünnen Strumpfhose darunter.

Ein feiner Geruch von frischen Regentropfen lag in der Luft. Es war, als könnte man die nassen Straßen riechen. Amalie seufzte. Alles in ihr sprach dagegen dieses Haus zu betreten. Doch nun stand sie seit mehr als zehn Minuten hier und bekam das Gefühl beobachtet zu werden.

Langsam drehte sie sich zur Straße und sah sich um.

Allerdings war niemand zu sehen. Der nahende Sturm brachte die Menschen dazu die Außenwelt zu meiden.

Das Gefühl nicht alleine zu sein wurde allerdings immer stärker, weshalb sie ihren Schlüssel fester umklammerte und ihn in das hochwertige Schloss der Haustüre steckte.

Nach mehreren Sekunden des Zögerns brachte sie es schlussendlich doch über sich und ging hinein.

Das gesamte Haus war mucksmäuschenstill. Langsam lief sie nach drinnen. Unter ihren schweren Schritten ächzte eine der Parkettdielen und machte ein lautes, knarzendes Geräusch. Sie blieb kurz stehen und hielt die Luft an. Immer noch kein Mensch zu sehen.

Amalie lief weiter. Erst über den karmesinroten Teppich, dann an den hässlichen Familienportraits vorbei, auf welchen sie selbst natürlich nicht abgebildet war.

Oben angekommen blickte Amalie angespannt durch den leicht erhellten Flur, während ihr der widerliche Geruch von alten Mottenkugel und billigem Lufterfrischer in die Nase stieg.

Immer noch nichts zu hören. Das war äußerst merkwürdig.

Sie schlich leise in ihr Zimmer und schloss die Türe hinter sich, glücklich darüber allein zu sein.

Amalie drehte sich um woraufhin ihr Herz stockte, ebenso wie ihr Atem.

Ihr Vater saß mit ausdrucksloser Miene auf dem Bett, einen Gürtel in der Hand.

Seine kleinen, hellbraunen Augen starrten ihr mit schrecklichem Hass mitten in die Seele.

Amalies Knie begannen zu zittern. Sie ging einen Schritt zurück bis sich ihr Rücken gegen die cremefarbene Zimmertüre drückte. Ihr Magen verkrampfte sich während Panik in ihr aufstieg.

,,Du musstest wieder nachsitzen“ sagte Erwin mit ruhiger Stimme und fuhr mit seinen knochigen Fingern sanft über das schwarze Leder seines Gürtels.

Den Blick ununterbrochen auf seine Tochter gerichtet.

,,N-Nein, musste ich nicht. Wir haben heute länger Sport gemacht und...“

Da sprang Erwin auf, griff sie am Nacken und schleuderte sie auf ihr Bett.

,,Und jetzt lügst du auch noch?!“ rief er lauthals, fassungslos über die Dreistigkeit seiner Tochter ihm tatsächlich solch eine erbärmliche Ausrede entgegenzubringen.

Erwin packte sie wütend an den Haaren und zog ihr hochrotes Gesicht nah an das seine.

Der Schmerz welcher sein Griff in Amalie auslöste trieb ihr Tränen in die Augen.

,,Dein Lehrer hat angerufen und mich darüber informiert, dass du schon wieder nachsitzen musstest! Jetzt kannst du was erleben, falsche Schlange!“

Er ließ ihre Haare los, holte mit dem Gürtel aus und schlug voll blinder Wut auf Amalie ein. Diese hielt sich ihre Arme schützend vor ihr Gesicht, was leider nicht besonders viel brachte. Der Schlag ihres Vaters war so so fest, dass es den Ärmel ihres Pullovers auseinander riss. Amalie schrie auf vor Schmerz und hielt sich den geröteten Arm.

,,Bitte hör auf! Ich lüge nie wieder!“ schrie Amalie verängstigt und begann fürchterlich zu weinen.

Erwin schenkte ihren verzweifelten Worte allerdings keine Beachtung und erhob den schwarzen Ledergürtel ein weiteres Mal, um ohne Gnade auf sie einzuschlagen.

Plötzlich sprang Amalie auf und schubste ihn mit ungewöhnlicher Wucht zurück. Er verlor das Gleichgewicht, fiel hintenüber und rutschte auf dem schmalen, schmutzigen Teppich unter ihm aus. Erwin knallte direkt gegen den kleinen Kleiderschrank, welcher sich am anderen Ende des Zimmers befand. Das dunkle Holz krachte und begann zu splittern, als er hart gegen die brüchigen Schranktüre stieß.

,,Lass mich gefälligst in Ruhe, du verdammter Mistkerl! Nur weil dein Leben Scheiße ist musst du den Frust über deine schwindende Potenz nicht an mir auslassen!“ schrie Amalie wütend und ballte die Hände zu Fäusten.

Erwin richtete sich ein Stück auf und sah seiner Tochter schockiert entgegen.

Diese bemerkte erst jetzt was sie gerade gesagt, geschweige denn getan hatte.

Entsetzt schlug sie sich die Hände auf den Mund. Amalie hatte keine Ahnung wie solch ein übertriebener Emotionsausbruch Zustande kommen konnte.

Mehrere Sekunden eisige Stille, während sich die beiden angespannt entgegen sahen.

,,Jetzt kannst du was erleben“ sagte Erwin mit bebender Stimme.

Eilig richtete er sich wieder auf, als in Amalies Kopf eine leise Stimme zu sprechen begann.

,,Renn!“

So schnell sie konnte rannte sie zu ihrer Zimmertüre und drehte den Schlüssel. Sie riss die Türe auf, was ihr leider nichts mehr brachte.

Erwin packte sie erneut am Nacken, wobei seine langen Fingernägel sich tief in ihre weichen Haut drückten.

Wütend warf er sie wieder in das Zimmer, wobei er Amalie einen Teil ihres Pullovers zerriss.

Ihr Schulterblatt sowie ihr rechter Arm lagen nun frei, als Amalie hart auf den Knien direkt vor ihrem Bett zu Boden fiel.

,,Wie kannst du es wagen so mit mir zu sprechen?!“ brüllte Erwin aufgebracht.

Eine violette Ader bildete sich an seinem langen, schmalen Hals. Es wirkte, als würde sie unter seiner bleichen Haut pulsieren. Wie wenn sich ein lavendelfarbener Wurm durch seine Kehle fressen würde. Diese Ader trat nur hervor wenn er sich schrecklich aufregte.

Erwin packte erneut seinen Gürtel, dieses Mal allerdings fester. Mehrmals, ohne jegliche Rücksichtnahme, schlug er ununterbrochen auf Amalie ein. Blutige Striemen bildeten sich an ihren Armen und auf ihrem Rücken. Amalie schrie auf vor Schmerz und flehte ihn ängstlich an aufzuhören.

,,Du lebst unter meinem Dach!“

Er schlug erneut zu.

,,Du isst mein Essen!“

Ein weiterer Schlag.

,,Dein ganzes, verdammtes Leben verdankst du nur meiner Güte!“

Keuchend hielt er inne und sah Amalie voller Zorn entgegen. Diese lag nur wimmernd am Boden, zitternd und voller Angst.

,,Und dann besitzt du tatsächlich die Frechheit mich zu belügen und zu beschimpfen?“ sagte er nun etwas leiser als zuvor, dennoch mit weiterhin scharfem Unterton.

Ein Moment der Stille.

Amalie brachte vor Schmerz keinen Laut hervor.

,,Dafür musst du bestraft werden, Amalie. Es gibt keinen anderen Weg“

Nun war Erwin unerbittlich. Bei jedem Schlag holte er etwas weiter aus. Erst nach mehreren Minuten hielt er inne und ließ, nach Luft ringend, den Gürtel fallen.

,,Musst du noch einmal nachsitzen oder wagst es mir gegenüber auch nur ansatzweise frech zu werden, dann schlage ich nicht nur mit einem Gürtel zu. Hast du das verstanden?“

Er kniete sich neben Amalie und sah ihr in das verweinte Gesicht. Diese brachte immer noch kein Wort zustande.

,,ANTWORTE!“

,,Verstanden, Vater“

Erwin stand wieder auf und sah noch ein letztes Mal auf Amalie herab.

,,Du solltest den Raum heute nicht verlassen. Ich will dich nicht mehr sehen!“

Und mit diesen Worten verließ er das Zimmer.

Amalie blieb weinend, wenn auch stumm, auf dem Boden liegen und sah ausdruckslos dabei zu wie ihr Blut langsam über das ausgeblichene Parkett lief.

Wie sehr Amalie sich wünschte, dass ihr Vater sie totgeschlagen hätte.

22 Novembre 2022 09:48:51 0 Rapport Incorporer Suivre l’histoire
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