J
JillLoreen Nicole


🍎🍏🍎🍏🍎🍎🍏🍎🍏 Adams Evaprojekt Sie ist allen bekannt. Die Geschichte von Adam und Eva. Von der Schlange auf den falschen Pfad geführt, biss Eva in die verbotene Frucht und erhielt die Weisheit über gut und böse. Oder doch die Fähigkeit, in Stagnation zu leben und das Sein zu vergessen? Kannst du dem ewigen Kreislauf entkommen? Nach einem Zugunglück wacht Lucrezia in einer ihr fremden Umgebung auf. Unsicher, wie sie sich gegenüber ihrer eigenen Familie Verhalten soll, da sie weder deren Namen noch Gesichter zuordnen kann. 🍎🍏🍎🍏🍎🍏🍎🍏🍎


Science fiction Tout public.

#Autorin #new #fiction #science #kurzgeschichte #eva # #adam
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Verträumt fixierte ich die Glasscheibe, die mich von der Außenwelt abschirmte. Die anliegenden Häuser verschwommen durch die hohe Geschwindigkeit des Zuges ineinander. Erst nach und nach brach die Häuserwand auf und durch die lichtende Blätterpracht konnte man die ersten Felder erahnen.

Die Luft war erfüllt von einem penetranten Schweißfilm, von dem ich hoffte, dass er nicht von mir selbst ausging. Niemand konnte sich dagegen wappnen, da die Temperaturen in diesen Sommer einen Rekord nach dem anderen erzielten.

Zudem lag hinter mir ein anstrengender Schultag, der zwar frühzeitig dank Hitzefrei endete- allerdings begann meine Schicht am späten Nachmittag im direkten Anschluss der Schule.

Nebenbei arbeitete ich in einem Laden, der Pferdezubehör verkaufte. In meinem damaligen Bewerbungsgespräch habe ich mich um Kopf und Kragen gelogen, um den Job zu ergattern. Es war anstrengend und entsprach so überhaupt nicht meinen eigentlichen Interessen. Aber das Geld stimmte am Ende des Tages und ich konnte im Gegenzug mit meinen Klassenkameraden mithalten.

Auch wenn keiner es zugeben vermochte, so war Geld haben oder nicht haben sehr wichtig. Denn, wenn man keins hatte, konnte man weder ins Kino, Essen oder andere kostspielige Angebote mitmachen und war daraufhin schnell wieder aus der Clique raus.

Und so war es am Ende meines Tages auch nicht verwunderlich, dass ich mich mit all den anderen Angestellten in den überfüllten Zug quetschen musste, um nach Hause zu gelangen. Glücklicherweise hatte ich einen Platz am Fenster ergattern können, als ein junges Paar den Zug eine Haltestelle später verlassen hatte.

Prompt hatte sich auch ein weiterer Fahrgast neben mir niedergelassen und ich konnte beruhigt feststellen, dass der Geruch nicht von mir ausging. Die Lüftung arbeitete auf Hochtouren. Jedoch schaffte sie es nicht, für die nötige Akklimatisierung zu sorgen. Dafür waren eindeutig zu viele Passagiere in dem Zug.

Einen abkühlenden Luftzug vernahm ich an der Unterseite meiner Wade, die ich gegen die Klimaanlage anlehnte. Doch schon bald vermischte sich diese angenehme Brise mit der verbrauchten Luft.

Weitreichende Felder erstreckten sich hinter der Scheibe in gleichmäßig aufgeteilten Quadraten. Ihre Ernte würde bald eingeholt werden müssen, wenn die Felder nicht zuvor in Brand geraten sollten.

Das Bild der Landschaft veränderte sich ein weiteres mal und nun waren wir zunehmend von dichteren Bäumen umgeben. Schon bald würden sie in einen Tunnel hinein fahren. Ich nutzte ihn gerne als Anhaltspunkt aus, weil er die Hälfte meiner Fahrzeit markierte.

Es dauerte einige Sekunden, in denen sich meine Augen an die Lichtverhältnisse anpassen mussten. In der Dunkelheit des Tunnels konnte ich mein Profil parallel zu mir in der Scheibe erkennen. Verstohlen blickte ich meinem Zweiten ich entgegen. Das Letzte, was ich wollte, war, dass mich jemand für eingebildet erachten würde, nur weil ich mein Spiegelbild gerne betrachtete. Dabei war ich keineswegs darauf bedacht, mein einfältiges Aussehen zu bewundern.

Ich wusste, dass es an mir nichts Eigenartiges oder Sonderbare zu sehen gab. Ich Unterschied mich recht wenig von all den anderen Mädchen und wurde deshalb von meiner Mutter als langweilig betitelt. Sie pflegte gerne zu sagen, dass alle Mädchen heutzutage gleich aussehen.

Und sie hatte recht. Wenn ich mein Spiegelbild betrachtete, begann ich mich vielmehr zu fragen, wer diese andere Person wohl sein mag? Selbst in meinen Gedanken klingt das mehr als fragwürdig, weshalb ich ihn auch mit niemanden anderen teilte. Jedoch hatte ich so ein dumpfes Gefühl, dass hinter diesem Abbild mehr stecken würde, als ich mir vorstellen konnte. Oder als es mir verraten wollte.

Mühsam versuchte ich nicht zu blinzeln, während ich ins vermeidlich Leere starrte. Aus Angst, ich konnte eine Unebenheit verpassen. Dann verblasste mein Abbild nach und nach durch den Lichtschein, der den Tunnel erhellte.

Mein Blick löste sich von der Fassade und schweifte durch die Menge aus Köpfen, die auf den Sitzen vor mit saßen. Der Zwischengang bestand aus einer nahezu undurchdringbaren Mauer aus menschlichen Körpern. Ein Glück, das diese bei meiner Station längst verflogen sein würde. Nur noch drei weitere Stationen, bevor auch sie aufstehen und den stickigen Zug verlassen würden.

Der Zug wechselte die Weichen und ich spürte, wie mein Körper leicht in die entgegengesetzte Richtung schwankte. Sofort spannte ich all meinen Muskeln an, um dem entgegenzuwirken und nach Möglichkeit meinen Sitznachbarn nicht unnötig zu berühren.

Dann schnellt ein weiterer Zug an uns vorbei und ich zuckte unweigerlich zusammen. Wir hatten doch gerade erst das Gleis gewechselt! Schoss es mir durch den Kopf. Eigentlich durften sich die Wege zweier Züge nicht so schnell überschneiden. Ich erinnerte mich daran zurück, dass ich recht weit vorne in den Zug eingestiegen war und fragte mich daraufhin, ob das Ende des Zuges, in dem ich saß, vollständig das Gleis gewechselt hat.

Doch beenden konnte ich den Gedanken nicht. Das gleichmäßige Surren des Zuges wurde durch ein verstörend lautes Geräusch durchbrochen. Die Welt verschwamm vor meinen Augen, als ich durch den Rückstoß des Aufpralls von meinem Sitz gerissen wurde. In Sekunden von Bruchteilen schwebte ich in der Luft.

Ich sah, wie die Welt außerhalb des Fensters auf dem Kopf stand. Der Himmel erstreckte sich in einem Strahlenden blau ohne jegliche Wolken. Dann wanderte mein Blick in Zeitlupe über die Gesichter der Angst verzerrten Menschen. Aber ihre Aufschreie konnten den Lärm des entgleisenden Zuges nicht übertönten.

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Hände bewegten mich in die stabile Seitenlage. „Legen Sie ihren Kopf in den Nacken!", wurde eine weitere Schwester angewiesen, die der Aufforderung sofort folge leistete.

Verschwommen nahm ich die Umrisse meines Umfeldes war. Es gelang mir immer nur für kurze Zeit meine Augen zu öffnen. Wobei ich nicht viel außer gleißend helles Licht vernehmen konnte.

Die Alarm anschlagenden Laute eines Monitores dröhnten in meinen Ohren. Hektische Schritte entfernten sich immer wieder und eilten zurück. Verpackungen wurden aufgerissen und ein Stich erfolgte in meine Venen. Ein Stich, bei dem mir dämmerte, dass ich binnen Sekunden dahin schwinden werde. In fernere Orte. Weg von der Realität und zurück in die Dunkelheit. Verborgen und vergessen in meinem eigenen Körper. Was wenn ich nicht mehr aufwachen würde. Wenn dies mein letzter Gedanke, meine letzte Erinnerung an mein Leben ist?

Noch ehe ich realisierte, was vor sich ging, übergab ich mich in einem Schwall. Mein Körper wehrte sich gegen jegliche Vorgänge.

Er war so schwer, als habe man meine Gelenke mit zusätzlichen Gewichten ausgestattet, die mich daran hinderte, mich gerade aufzusetzen oder auch über den kümmerlichen Bettrand zu beugen und einer widerwärtigen Körperflüssigkeit zu entkommen.

Noch während mir der beißende Gestank in die Nase stieg, schloss ich meine Augen. Zuerst versagte mein Sehsinn. Dann konnte ich die Gerüche in meiner Umgebung nur noch wage wahrnehmen, bevor auch dieser sich gänzlich verabschiedete. Am Ende schmeckte ich nicht einmal mehr den bitteren Geschmack auf der Zunge. Die Geräuschkulisse nahm ab, bis sich ein monotoner Gleichklang in meinen Ohren ab zeichnete.

Und mein Körper. Ich weiß nicht, wann ich ihn das letzte Mal so richtig wahrgenommen hatte.
Die Bewegungen gingen mir so leicht von der Hand.
Das greifen nach einer Tasse, der Wurf eines Balls, das beugen meiner Knie und das Laufen bis zur Bushaltestelle.

All diese Bewegungen waren so normal, dass man sich über die Ausführung keinerlei Gedanken machen musste. Sie waren mir ins Fleisch und Blut über gegangen.

Aber jetzt wurde ich in diesen Körper, dessen Bewegungen doch einst so leicht waren, gefangen gehalten. Ich hatte keinerlei Kontrolle mehr über mich selbst. Das Einzige, was mir blieb. War mein Bewusstsein. Mein ich.

Das blickte nun betrübt auf die Überbleibsel seines Körpers. Der Raum, in dem er sich befand, schien endlos zu sein und wurde von der Dunkelheit verschluckt. Und nirgends auch nur im entferntesten eine Lichtquelle zu erahnen.

Und mein Körper. Er saß reglos auf einem transparenten Stuhl. Wie eine Puppe, losgelöst von meinem Verstand, verharrte er führungslos in der fortwährenden Position.
Die Augen so leer, dass sie an Glasaugen eines ausgestopften Tieres erinnerten.

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„Lucrezia."

Abrupt riss ich meine Augen auf. Mein Körper und ich. Wir waren noch immer da.

„Du musst durcheinander sein", äußerte sich ein junger Mann, der mir gegenüber auf einem Stuhl saß.

„Wir hatten nicht mit deinem erwachen gerechnet. Deshalb möchte ich mich zu aller erst bei dir entschuldigen."

Um mich besser auf seine Worte und deren Bedeutung fokussieren zu können, sprach ich ihm in meinen Gedanken die gesagte Worte nach. Dann erst verstand ich, dass ich wiedererwarten gehandelt haben musste.

„Ich bin zu früh aufgewacht", harkte ich nach. „Ich versteh nicht, was sie damit meinen."
Ängstlich sah ich mich in dem lichtdurchfluteten Raum nach meiner Mutter um.

„Lucrezia, alles ist gut", versuchte der Mann mich zu beruhigen. Aber die Anzeige des Monitors piepte bereits in einem erhöhten Tempo, um meinen schnellen Pulsschlag zu bemäkeln. Was nützten mir diese leicht gewällten Worte?

„Wo ist Mama?" Ein stechendes Ziehen breitete sich unter meiner Brust aus. Wenn sie noch nicht im Krankenhaus aufgetaucht ist, hatte sie mein Verschwinden noch nicht bemerkt. Hatte sie ihren Alltag weiter fortgeführt und dem griff zur Flasche nachgegeben, weil ich nicht da war, um sie daran zu hindern?

„Lucrezia, du bist aufgewacht. Du bist nun wieder in der regulären Welt!"

Regulären Welt?!

Mir blieb die Luft weg. Mein ganzer Körper, er zitterte vor Angst. Mein Kopf, er dröhnte so heftig, dass ich glaubte, er würde platzen.

„Du bist einer der wenigen, die die Transition erfolgreich bewältigt hat." Beruhigend Strich er über meinen Handrücken. Unfähig mich auch nur einen Millimeter zu rühren, ließ ich die Berührung geschehen.

Und dass, obwohl ich menschliche Zuneigung verachtet. Niemand durfte mich berühren. Nicht einmal meine eigene Mutter. Ich wollte keinen Trost.

Und fand dennoch die Erleichterung, meine Schultern zu senken und meinen Kopf an seine Schulter gleiten zu lassen. Ich wusste nicht, was ich geschafft haben sollte. Aber mit einem Male fielen alle meine Grundsteine, mit der ich Schutzbarrikaden um mich herum errichtet hatte, nieder. Und begann zu weinen, wie ich noch nie zuvor geweint hatte.

„Adams-Eva Projekt ist für verlorene Seelen bestimmt. Seelen, die in der Unendlichkeit der Zeit der Sünde verfallen und somit die Reinheit dieses Ortes dieser Welt aus dem Gleichgewicht gebracht haben.

Sie wurden fernab in einen kryptischen Schlaf versetzt. In eine Welt, die dieser in allerlei Hinsichten gleicht. Sie können Ihre Umwelt Formen anderen Seelen begegnen und womöglich gelingt es dem ein oder anderen der fortwährenden Zeitschleife zu entkommen. Oder sie werden in dieselbe Welt, die sie glaubten, für immer verlassen zu haben, wieder hinein geboren. Durchleben Jahr für Jahr und verändern nach und nach ihre Umwelt. Bis der Tod die Erinnerung an das Vergangene verwischt und der Kreislauf von vorn beginnt. Niemals endend und fortwährend in der gleichbleibenden Hölle, die er selbst erschaffen hat."

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Meine nackten Füße klebten bei jedem Schritt den ich sie auf den Boden betete, ähnlich wie saugnäpfe. Allein aufzustehen hatte mir mehr Anstrengung gekostet, als ich mir selbst eingestehen wollte.

Meine ersten Schritte waren von Unsicherheit geplagt. Durch Impulse die durch meinen Körper geschossen wurden, hatte man auch in meinem Kryptischen Schlaf dafür gesorgt, dass meine Muskeln erhalten bleiben. Dennoch wurde mir untersagt aufzustehen.

Das Laufen sollte ich neu lernen. Aber auch wenn mein Körper nun schwerer und jede Bewegung eine gewisse Einarbeitung bedurfte. Könnte ich nicht weiterhin in diesem reizarmen Raum liegen.

Die Ärzte glaubten ich war nicht bereit für diese Welt. Da irrten sie sich. Ich konnte kaum neugieriger sein. Auf wen würde ich wieder treffen?

„Am Ende des Tunnels ist Licht! Wir haben ihren Seelenpartner über ihr erwachen informiert", hieß es laut letzterer Aussage des Pflegers.

Seelenpartner. Wer dieser wohl sein mochte? Wie diese wohl Aussahen? Ob meine Mam eine von ihnen ist?

Aufwecken dürfte ich sie nicht. Wenn Menschen aus dem Kryptoschlaf unfreiwillig entrissen werden. Kann ein plötzlicher Hirntod nicht ausgeschlossen werden. Der Verstand musste allein wieder zu seinem Gegenstück- dem Körper finden.

Mama lag laut Aussagen noch immer im kryptischen Schlaf. Ich wollte sie sehen. Auch wenn ich mir nicht sicher sein konnte, dass sie sich im selben Krankenhaus aufhielt. Laut Aussage des Arztes war sie auch nicht meine leibliche Mutter. Es fühlte sich für mich lediglich so an, weil ich mein letztes Leben mit ihr verbracht hatte.

Sie hatten mir angeboten den reset button an meinem Gehirn vorzunehmen. Welches ich binnen Sekunden ablehnte. Ich wollte mich erinnern. Auch an meine Leben davor, aus dem Eva Projekt. Ich wollte mich an die verdammten Seelen erinnern, die mein Schicksal teilten.

Die Türen öffneten sich automatisch. Sie waren mit bewegunsgmeldern ausgestattet. Ich wollte gerade heraus treten, da erschien ein unbekanntes Gesicht. Eine Frau im weißen Kittel lächelte mich Verhalten an.

„Lucrezia. Es muss schwer für sie sein. Aber sie sollten sich wirklich noch schonen. Sie sind erst vor wenigen Stunden erwacht.“

Ich sah wie sie ihren Arm nach mir austreckte. Allen Anschein nach wollte sie mich zurück in mein Bett geleiten. Angst durchzukte meinen Körper.

Beschwichtigen hob die Schwester ihre Hände. „Lucrezia, ich möchte ihnen nur helfen. Sie haben sicherlich viele Fragen und so wie es aussieht wollen Sie selbstständig nach einer Antwort suchen. Lassen Sie mich Sie dabei begleiten.“

Vorsichtig trat ich neben sie aus dem Zimmer. Nun war die Schwester darauf bedacht mich nicht weiter als nötig zu bedrängen. Sie hielt sogar Abstand zu mir ein, weshalb ich ihr sehr dankbar war.

„Wo ist meine Mutter?“, wagte ich zu fragen.

„Sie schläft, an einem anderen Ort. Sie werden in ferner Zukunft die Möglichkeit haben sie in ihren Traum zu besuchen.“

Das war nicht gerade die Antwort die ich mir erhofft hatte. Jemanden im Traum zu besuchen. Das überstieg meine Vorstellungskraft. Ich ließ mich auf einem Stuhl vor meinem Zimmer nieder.

Die Schwester ging vor mir in die Hocke und nahm meine Beiden Hände in die ihre.

„Lucrezia, du bist ein ganz besonderes Mädchen, ich möchte das du das weisst. Eine echte kämfpernatur. In den nächsten Tagen, werden wir nciht nur zusehen, deine körperliche Agilität sicher zu stellen. Wir werden versuchen mit dir seine Seelenparter ausfindig zu machen.“

„Davon habe ich schon gehört.“

Die Schwester nickte. In ihren Augen spiegelte sich diese Fürsorge einer Mutter wieder. Sofort wurde mir ungehaglich zu mute. Unruhig rutschte ich auf dem Stuhl hin und her. „Sie... Wir kennen uns aber nicht von früher. Also bevor ich in den kryptischen schlaf versetzt worden bin, oder?“

Amüsiert schüttelte sie abermals ihren Kopf. „Wir sind uns zuvor noch nicht einmal begegnet.“

Das beruhigte mich ungemein. Immerhin hatte ich keinerlei Erinnerungen an mein davor Sein.
„Gibt es Menschen die mich besucht haben?“

„Schlau bist du auch noch. Wenn ich dich zurück in dein Zimmer bingen darf, erzähl ich dir mehr davon.“

Ich versuchte mich aus dem Stuhl zu erheben. Aber sämtliche Anspannung war aus meinem Körper gewichen. Als habe man die Luft aus dem Luftballon entweichen lassen, fehlte mir nun die Energie für die leichtesten Aufgaben.

Erst als ich in meinem Bett unter der Decke ummantelt lag, griff die Schwester den Faden auf. „Hattest du schon einmal einen Traum. Bei dem du dir nicht sicher warst, ob dieser der Realität entsprach?“

Für einen Moment war ich überrumpelt von der einfachen Frage. Wer kannte diese Klärttäume nicht, die jedoch im Gegenzug so schnell verblasste, dass einem drei wimpernschläge nach dem aufwachen bereits wieder alles entfallen war? „ Ich bin mir nicht sicher ob ich mich an die Handlung erinner“, gestand ich ihr ein.

„Das ist keineswegs verwunderlich. Solche Träume überfordern den Verstand. Aufgrundessen verblassen die Erinnerungen nach dem vermeidlichen erwachen. Es ist eine Art Schutz meschanismus des Bewusstsein.“

Sie begann die Fenster auf meinen Wunsch hin zu öffnen.

„Ich habe schkn viele dieser Besuche aktiv mitbegleiten dürfen. Vor allem für die Hinterbliebenen ist es schwer. Sie finden sich ab nur diese kurze Sequenz mit ihren geliebten Menschen zu teilen. Hin und wieder bedarf es jedoch Trost. Jenachdem Wie nahe sie der Person stehen und wie auffwühlend die gemeinsame Zeit war.“

„Ich habe immer angenommen. Man muss seinen Seelenpartner auf der Erde finden. Moment mal, befinde ich mich überhaupt noch auf der Erde?“

„Du bist nun in Eden. Es gibt Menschen die sich an mehr erinnern als andere. Sie haben einen ganz speziellen Draht zu ihren Seelenpartnern und erhalten Hinweise von ihnen, denen sie nicht selten folgen. Sie wissen insgeheim das dies nicht der Ort ist an den sie gehören. Viele Menschen nennen es auch Spiritualität oder das dritte Auge. Menschen die mehr sehen als andere. Sie arbeiten bewusst an ihre Rückkehr und dienen als boten.“

„Ich hatte immer geglaubt, diese Menschen hätte einen sprung in der Schüssel.“

„Sie sind bemitleidenswert.“

„Warum?“, wollte ich gleich darauf von ihr wissen.

„Nicht jeder verkraftet die Wahrheit. Auch ein Funken dessen zu begreifen könnte sie in ein tiefes Loch stürzen.“

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Die Tage schossen ins Land. Nach einer Woche stellte man mir in Aussicht das Krankenhaus endlich verlassen zu dürfen.
Zurück zu meinem Seelenpartnern. Die einzige Herausforderung bestand darin. Zu erkennen wer diese waren.

Auf einem Zeichen Blick, hatte ich mit einem Stift jede noch so kleine Einzelheiten. Meiner Traumpartner festgehalten. Je tiefer ich grub, desto deutlicher wurde das Bild, dass ich von Ihnen hatte. Statt meines Seelenpartnern. Nannte ich sie jedoch Traumbegleiter.

Auf der ersten Seite, befand sich ein Mann um die 40 Jahre. Er hatte in Unzähligen meiner Träume die Vaterrolle eingenommen. Sein dunkelblondes Haar trug er kurz geschoren und an seiner Seite war stets ein Mann abgebildet. Er war dem männlichen Geschlecht sehr zugetragen. Und ...

Ich wagte mich den Gedanken kaum durchzuspielen. Einen Jungen, den ich glaubte, abgöttisch zu lieben. Er erschien mir in fast jeden meiner Träume. Zu ihm fühlte ich mich im Besonderen hingezogen. Dann müsste mein Zukunftspartner seinem Abbild entspringen.

Immer glaubte ich, meine Ansprüche seien zu hoch, weil ich wollte, dass sie wie er waren. Was würde ich tun, wenn ich ihm leibhaftig begegnete?
Ich könnte ihn berühren. Ihn umarmen und womöglich auch küssen, wenn er dem nicht abgeneigt wäre.

Meine Informationen teilte ich mit der Schwester. Sie verriet mir nicht, ob sich meine Vermutungen am Tag meiner Offenbarung bestätigen würde. Ganz im Gegenteil behielt sie mir gegenüber leidglich stehts ein offenes Ohr.

Schon nach kurzer Zeit hatte ich das Gefühl einer Freundin im schneidersiz auf meinem Bett gegenüber zu sitzen. Sie teilte meine Freude wenn ich von meinem vermeidlichen Vater und Freund erzählte. Ich war mir mittlerweile so sicher darin, Ihnen beggengen zu können, dass womöglich mein Herz zerspingt, wenn Eden dieser Tatsache nicht gerecht werden würde.

5 Août 2022 19:16:03 0 Rapport Incorporer Suivre l’histoire
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La fin

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