hieronymus Hieronymus Raik

Aurora, ein Mädchen von damals 11 1/2 Jahren wird aus ihrem Leben gerissen. Sie darf bzw. muss (je nach Ansicht) in die Familie ihrer weitläufigen „Tante“ ziehen. Dem Mädchen fehlt es augenscheinlich an nichts, doch dann taucht er wieder auf…


Drame Tout public.

#inkspiredstory #Tod #Wiedersehen #Liebe #Liebeskummer #Sehnsucht
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Prolog

Dort stand sie. Er wusste nichtmehr recht wie ihr Gesicht aussah, dennoch war sie es. Dieses Mädchen, noch keine fünfzehn Winter auf Erden und doch strahlte es mit seinem Herzen mehr Kraft, als es den meisten ihrer Altersgenossen überhaupt möglich war, aus. Kaum ein Mensch verstand sich so gut darauf, wie sie es tat. Viele waren sich dieser noch nicht einmals bewusst...


Dieses Junge Fräulein mit dem heruntergerutschten Dutt im Nacken und den hübschen, runden Oberschenkeln welche geschmeidig von ihrer bläulichen Hose umsäumt wurden, stand da. Einige Meter entfernt, mit dem Rücken zu ihm gerichtet auf einem Schulflur, welcher schon zu viele Generationen gesehen hatte und doch einen gewissen Charme besass.

Sie stand halb hinter einem Satz quadratischer Spint-Kästen, um einen Tisch. Mit ihr waren zwei weitere Mädchen. Vermutlich ihre Freundinnen, oder das, was man nach so langer Zeit als solche bezeichnen konnte. Sie sahen alle so fröhlich und ausgelassen aus... Wie sehr er sich wünschte dies auch fühlen zu können... "Warum kann es nicht einfach wieder so sein wie früher?",murmelte er still von seinen Lippen.


Er stand etwas versteckt hinter einer Wand. In einer schmalen Nische, sodass ihn niemand so schnell entdecken konnte. Lediglich sein Kopf und zugehörige linke Schulter lugten aus dem Versteck in den Korridor. In eben diesem tummelten sich Scharen von Pubertierenden, wovon insbesondere die Mädchen so aussahen, als wären sie in gewissen Modehäusern baden gewesen. Um es herunterzubrechen, sie sahen alle mehr oder weniger gleich aus.


Sie, stach trotzdem herraus. Zumindest in seinen Augen.


Er stand schon viel zu lange da und starrte sie an und wollte den Blick nicht von ihr lassen. Dann, tat er es doch, mit dem irrationalen Wunsch kein Aufsehen zu erregen und Zeit zu gewinnen... Zeit, die er nicht hatte.

Für die Schüler würde es ein Leichtes sein, ihn, einen Fremden in ihrem Flur auszumachen und womöglich anzusprechen. Aber diese Aufmerksamkeit war ohnehin nicht zu vermeiden... Seine Füsse begannen sich in Bewegung zu setzten, ohne das er einen ausdrücklichen Befehl abgegeben hatte. Schnurstracks auf sie zu. Aufhalten tat er sie jedoch nicht. Was hatte es den auch für einen Zweck?


Mit jedem Schritt, den er mehr tat, wanden sich mehr Köpfe zu ihm um. Womöglich spürten sie seine Präsenz oder vielleicht war es sein Aussehen, was ihn so in ihren Bann zog. Er, ein gerade sechzehn gewordener Junge von überdurchschnittlich hoher Figur, zerzaustem Haar, in einem mittlerweile stark beschädigten Anzu, gab freilich ein nicht alltägliches Bild ab. Jenes Kleidungsstück war einmal eine Massanfertigung für einen anderen Mann gewesen. Einen, den nur zwei in diesem Raum kannten. Er und sie. Seine unterdessen immer wackeliger gewordenen Beine machten halt, geradewegs hinter ihr. Jetzt trennte sie nur nich ein guter halber Meter Luft.

Ihre Freundinnen verstummten, als sie ihn bemerkten. Eine, hatte rötliches, fröhlich-wildes Haar, die Andere trug ein Kopftuch, welches wenn er sich richtig entsann dem muslimischen Glauben angehörte.


Nun waren alle, wie auf einen Schlag, verstumt. Der Moment gehörte ihm. Oder besser ihnen.

Sie hatte ihn bemerkt...

Über die rechte Schulter wand sie sich zu ihm, viel zu schnell für sein Empfinden und dann, war alles in Zeitlupe: Ihre Augen trafen sich. Sie brauchte eine Ewigkeit von fünf Sekunden um diese ganze Situation zu realisieren. Ohne ein Wort, jedoch mit dem Gewissen in ihrem Herzen, warf sie sich in seinen Arm.








3 Février 2022 08:25:59 0 Rapport Incorporer Suivre l’histoire
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