mo-fussel1686981469 Mo Fussel

Moria, eine Einser Schülerin die nie Probleme hatte, ist gerade 16 Jahre alt geworden. Sie hätte nie damit gerechnet das ihr Leben sich von der einen auf die andere Sekunde verändern wird. Von einer mysteriösen Kraft wird sie in ein fernes Königreich entführt was nicht mehr auf der Erde ist. Hier gerät sie in den ein oder anderen Konflikt mit dem Eiskönig. Und mit der Zeit wird es nicht besser. Moria findet zum ersten Mal in ihrem Leben Freunde und wer weiß vielleicht ist da auch mehr. Wenn sie mal nicht gerade in einem Konflikt mit dem Eiskönig ist, geht sie ihren normalen Alltag nach und lernt die Regeln und Geheimnisse der Eiswelt kennen.


Teen Fiction Not for children under 13. © Alle rechte vorbehalten

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Die mysteriöse Entführunge

Moria

„Aufstehen Moria, sonst ..." hörte ich eine Stimme. Es war meine Mutter. Doch bevor ich reagieren konnte, hatte sie mir schon einen Krug Wasser ins Gesicht geschüttet. „Arg", schrie ich. „Du wusstest, was passiert, wenn du deinen Wecker ignorierst" mahnte sie. „Ja, ja, ich weiß", grummelte ich leicht genervt.


Sie stand mit verschränkten Armen im Türrahmen, um sicherzugehen, dass ich mich nicht einfach umdrehe und weiterschlief. Also rollte ich gezwungenermaßen aus meinem Bett, schnappte mir meine Anziehsachen und trottete an ihr vorbei in Richtung Bad.


Verschlafen sah ich in den Spiegel. Ich sah schrecklich aus. Obwohl, um ehrlich zu sein würde es eh keiner bemerken außer meinen Eltern natürlich, aber nun gut. Ich kämmte meine langen, glatten, kastanienbraunen Haare bis sie wieder vorzeigbar waren.

Sie passten perfekt zu meiner hellen Haut, die ich von meiner Mutter geerbt habe.


Alle anderen fanden, dass ich ein Freak wäre. Nur, weil meine Mutter aus China kommt und mit meinem peruanischen Vater und mir in Peru lebt, ist es noch lange kein Grund mich auszuschließen. Aber egal, ich will eh nicht mit den Idioten aus meiner Klasse befreundet sein.


„Moria!", rief meine Mutter von unten. „Ich komme", antwortete ich schnell. Ich zog mir eine normale Jeans, ein weißes Hemd und darüber einen olivfarbenen Pullunder an und eilte in mein Zimmer. Dort nahm ich mir meinen Rucksack und ging gleich darauf runter in die Küche.


„Du bist spät dran", hörte ich die gelassene, aber auch strenge Stimme meines Vaters. „Du aber auch", konterte ich gekonnt zurück und schenkte seinem Kommentar keine Beachtung.


Dieser saß seelenruhig auf einem Stuhl und las die Zeitung. Er war schon immer ein ruhiger Mensch gewesen und ließ sich von nichts hetzen. Ich setzte mich ihm gegenüber. Meine Mutter schob mir einen Teller, mit einem Erdbeermarmeladen Toast, und ein Glas Orangensaft zu. Ich biss einen großzügigen Happen ab und murmelte ihr ein danke zu. Gerade als ich das Brot aufgegessen und einen Schluck getrunken hatte, piepste auch schon mein Wecker, als Erinnerung endlich das Haus zu verlassen. Also sprang ich auf und machte mich auf den Weg.


In Gedanken versunken spazierte ich den Wanderweg entlang hinab ins Tal. Auf meinen Weg lagen ältliche Weisen und Felder und nach der Schule genoss ich es immer auf den Hängen zu liegen und zu lesen. Aber jetzt war ja erstmal Schule.


Im Klassenzimmer angekommen, setzte ich mich auf meinen Platz. Dieser befand sich in der letzten Reihe in einer Ecke, neben einem Fenster. Komisch das den niemand wollte. Aber egal. Besser für mich.


Ich warf einen Blick durch die Klasse. Die anderen Schüler rannten durch den Raum oder unterhielten sich mit Freunden. Wie es üblich war, schenkte mir keiner Aufmerksamkeit. Tja, ich war halt schon immer diese Schülerin gewesen, die gute Noten schrieb, aber sich kaum in Gespräche oder im Unterricht beteiligte. Wenn ein Test ansteht fragen, einige mich, ob ihnen Nachhilfe geben könnte. Manchmal stimme ich zu, aber in der Regel lehne ich ab, weil ich die meisten aus der Klasse wirklich verabscheute. Und mal ehrlich, wenn sie mich sonst auch immer ignorieren müssen sie jetzt auch nicht damit aufhören.


Als unser Lehrer hereinkam, saßen alle wie brave Lämmer auf ihren Platz. Schleimer dachte ich mir und verdrehte die Augen. Dann sah ich zum Fenster raus und ließ meine Gedanken schweifen. Die Aussicht war nichts Besonderes, einfach nur ein leerer trostloser Schulhof.


Nach einem langweiligen und trägen Schultag machte ich mich auf dem Weg. Doch bevor ich nach Hause ging, machte ich einen Abstecher auf die Wiesen. Ich wollte etwas Abstand von all dem Alltag haben. Also ging ich zu meinem abgeschotteten Lieblingsplatz. Dort angekommen setzte ich mich auf den Boden und holte mein Buch raus.


Der Platz war von Bäumen und kleinen Sträuchern umgeben. Ich kannte die Stelle so gut wie kein anderer. Deshalb fiel mir sofort eine Lücke, in dem sonst üppigen Gestrüpp auf. Vorsichtig kletterte ich durch und entdeckte einen wunderschönen Platz. Bevor ich mich meinem Buch widmete, genoss ich die wunderschöne Aussicht auf die Berge.


Gerade war ich in der Geschichte versunken, da bemerkte ich, wie sich der Himmel verdunkelte. Erst dachte ich, dass es spät geworden war und ich schnell nach Hause musste. Doch dann warf ich einen Blick auf meine Armbanduhren und mir fiel auf, dass es noch gar nicht so spät war.


Verwundert blickte ich nach oben und sah eine dichte Wolkendecke.

Zuerst kümmerte ich mich nicht darum. Doch schon in der nächsten Sekunde hatte ich das Gefühl jemand oder etwas würde mich beobachten und bemerkte nicht, dass die Wolkenfront immer näher auf mich zukam.


Die Wolken änderten ihre Farbe von hellgrau zu dunklen Blau- und Violetttönen.

Bevor ich es realisieren und die Flucht ergreifen konnte, war ich schon von den Wolken umzingelt. Sie schlossen sich, wie eine Kugel, um mich. Eine Minute später spürte ich, wie sich der Boden unter ihren Füßen löste und ich langsam nach oben gezogen wurde.


„Was ist hier los?", schrie sie voller Panik und Tränen machten sich in meinen Augen breit.


Eine Ewigkeit verging. Mit der Zeit hatte ich mich wieder beruhigt und versuchte einen Blick durch die Wolken zu werfen. Doch die Wolken gewährten mir diesen nicht. Vielleicht ist es besser so, wer weiß, wo ich gerade bin und wie viele Meter mich vom Boden trennen. Kurz darauf beschloss ich, mich einfach zurückzulehnen. Da in der Kugel Schwerelosigkeit herrschte, war diese Tätigkeit überhaupt kein Problem. Somit genoss ich die Fahrt und schloss meine Augen für einen Augenblick. Vom weinen war ich ganz müde geworden.


„Wie lange bin ich eigentlich schon unterwegs?", murmelte ich als ich wach wurde und gähnte. Noch verschlafen blickte ich auf meine Uhr und bemerkte, dass sich die Zeiger wild im Kreis drehten. Ok ... das ist nicht gut. Aber dann halt nicht, ich überlebe auch ohne Uhr. Versuchte ich mich mit einem überspitzten Optimismus und Sarkasmus zu beruhigen.


Im Großen und Ganzen ist die mysteriöse Entführung ja besser als der Alltag zu Hause. Und wer weiß, wie lange ich wegbleibe? In der Schule würde mein fehlen sicher nicht auffallen.


Da bemerkte ich, dass ich mich bis jetzt nur um mich selbst gekümmert habe, doch was war mit meiner Familie? Sie mussten schon ganz krank vor Sorge sein. Ach wüsste ich nur, wie lange ich schon unterwegs bin, ärgerte ich mich und seufzte.


Nach einer Weile spürte ich etwas unter meinen Füßen. War das etwa fester Boden? Doch schon bald darauf beantwortet sich die Frage von selbst. Die Wolken verzogen sich und ich befand mich auf einer riesigen Auffahrt wieder.


Neugierig und ängstlich blicke ich mich um. Es war dunkel. War es etwa schon Nacht? Meine Eltern machen sich bestimmt schon sorgen. Ich konnte nur mit Mühe erkennen, wo ich mich befand. Etwa 50 Meter entfernt erblickte ich ein Gebäude. Vielleicht können die mir ja helfen.


Langsam näherte ich mich diesem und kam zu einem hölzernen Tor. An den Seiten war je eine Fackel angebracht. Das Licht des Feuers verhalf mir zu einer besseren Sicht. Mir fiel eine Klingelschnur ins Auge, die sich neben einer der Fackeln befand.


Gerade wollte ich läuten, bevor ich von meiner Angst und gefühlten 1000 Fragen abgehalten wurde. Was erwartet mich hier? Wer wird das Tor öffnen? Was, wenn ich nicht willkommen bin? Wo sollte ich dann schlafen? Und wo bin ich überhaupt?


Ich warf einen Blick nach hinten und sah nichts außer Dunkelheit. Ich realisierte, dass ich keine andere Wahl hatte. Außerdem wird mich einmal Klingel schon nicht umbringen. Doch dann wurde mir klar, dass jeder diese Tür öffnen konnte. Und wer weiß, wer das war. Ich nahm meinen ganzen Mut zusammen und schüttelte meine Angst ab.


Ich hielt inne und wagte es kaum mich zu bewegen. Als ich mich langsam gefasst hatte, atmete ich erleichtert auf. Doch schon in der nächsten Sekunde erschrak ich und zuckte zusammen, als jemand das Tor öffnete.



June 17, 2023, 6:38 a.m. 0 Report Embed Follow story
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