rebecca-wolff Rebecca Wolff

Christinas Vergangenheit lastete schwer auf ihren Schultern und als sie Tom wieder begegnete, er, der sie damals verführt hatte, wurde ihr eines klar: entweder leiden oder leben und weitergehen.


Drama For over 18 only. © Eigenes Werk

#Wortlos
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Teil 1.

Eine Mischung aus Verlegenheit, Scham und Angst begleiteten mich in dieser Nacht als ich die Haustüre aufstieß, mich durch die Dunkelheit tastete und die Treppen nach oben torkelte. Wenn meine Eltern mitbekommen würden was ich getrieben hatte würde ich einen Haufen Ärger am nächsten Morgen erwarten müssen.


- 5 Jahre später


Inzwischen war ich zweiundzwanzig doch die Erinnerungen an jene Nacht mit Tom waren prägend und schrecklich und sie raubten mir auch heute noch schlagartig den Atem. Meine Eltern würden wohl nie wissen was ich gemacht hatte doch wusste ich dass auf meinen Schultern eine sehr große Last saß die ich nicht einfach wegschütteln konnte. Es fühlte sich an wie als hätte ich erwas schreckliches getan aber Tom hatte mich lediglich nur überredet an jenen Abend mit ihm im See schwimmen zu gehen. Alles andere war eine Zumutung worüber ich momentan nicht nachdenken wollte. Trotzdem nahm ich mit einem schlechten Gewissen mein Tagebuch und las was in jener Sommernacht geschehen war. Es ließ mich ja sowieso die ganzen letzten Jahre nicht mehr los. Warum sollte ich dann nicht wieder in meinem Tagebuch lesen.

Als der Morgen graute und es Vormittag wurde stand ich vom Sofa auf, fuhr zu dem Haus in dem Tom einst gewohnt hatte und sah meiner Vergangenheit plötzlich mit Verzweiflung ins Angesicht als ein staatlicher Mann die Haustüre unwillkürlich auftat und mich verdutzt ansah. Er hatte nur ein Hemd, kurze Hosen und Flipflops an. "Christina", er zeigte auf mich. "Stimmt's?" Er sah mich mit einem strahlendem Lächeln an. Ich begutachtete missbilligend seine vollen Lippen. Sie hatten mich bestimmte Sachen gelehrt an die ich momentan nicht denken wollte und ich würde sie zudem niemals vergessen. "Ja", hauchte ich. Ich sah seine großen Hände an. Seine Hände mit den langen Fingern gehörten zu ihm und ich mochte sie nicht - genauso wenig wie ihn. Ich bemerkte dass er mich beobachtete. Sah ihm ins Gesicht und errötete. Er hatte türkisene Augen die leer wirkten, wie als hätte er noch nie die Zuneigung von einer Person erfahren nach die er sich vielleicht ein Leben lang gesehnt hatte. "Ähh Christina", er lachte unsicher. "Ich muss weiter." "Wohin?", wie benebelt starrte ich ihn an. Meine Worte schienen mich zu lenken, nicht mein Verstand. Unsere Blicke trafen sich. "Ich muss zu meiner Mutter." Sein Lächeln erlosch wie eine Kerze die man plötzlich ausblies nur um das die Dunkelheit herein brach. Er sah mich nun abweisend an. Dann öffnete er die Arme und sagte lächelnd. "Es war schön dich wieder zu sehen, du hübsche Frau", ich erwiderte die Umarmung - wenn auch zaghaft. Als ich den Geruch seines herbsüßlichen Parfüms einatmete wurde ich schlagartig an unsere erste gemeinsame Nacht erinnert und ich entzog mich seiner Umarmung unwillkürlich. Er zog die Augenbrauen hoch. "Willst mitkommen zu meiner Mutter?" Er deutete zu einem roten Sportwagen. "Und?", abwartend hob er wieder die Brauen.

Nov. 15, 2022, 3:35 p.m. 0 Report Embed Follow story
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