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Melissa R.


Die Fortsetzung zu "Wolves - Dein Wahres Ich". Auch hier warten viele mysteriöse Geheimnisse auf Pia, Jake, Fynn und Alex. Diesmal geht es in deren eigentliche Heimat, welche sie zu retten versuchen. Sie wollen den dunklen König nämlich aufhalten. So eine Aktion birgt Gefahren und manchmal bringt es auch neue Freunde mit sich.


Romantik Alles öffentlich.

#fantasy #romantasy #magisch #mystisch #gestaltwandler #formwandler #liebe #gefahr #rabe
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Im Fortschritt - Neues Kapitel Jeden Mittwoch
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Pia

Als wir herausgefunden hatten, das Stella meine Schwester ist, kam unsere Mutter sofort zu uns. Sie hatte noch am Telefon ihre Koffer gepackt und ist mit dem nächsten Flieger nach West Virginia gekommen. Die Heilpraxis unseres Vaters ist nun auch in unserem Haus integriert, am Anfang war es komisch wenn ständig Leute vor unserer Tür standen, aber man gewöhnte sich daran.

Corvus hat uns verboten nach Rubralva zu gehen, doch dies hielt uns nicht davon ab zu dem Portal bei dem alten Haus zu gehen. Als wir bei der Wiese waren, mussten wir feststellen, dass das Haus nur noch ein einziger Schutthaufen war. Noch am selben Abend habe ich Corvus gerufen und mit ihm gesprochen. Er meinte, das es einfach kaputt gegangen ist und es so besser für uns wäre. Seit dem hat Corvus sich nicht mehr blicken gelassen.

Ich hatte zum Glück keine verrückten Träume mehr und Jake ebenfalls nicht.

Wir haben versucht Stella zu erklären wie man sich in einen Wolf verwandelt. ,,Du musst deine Augen schließen und daran denken Fell zu haben und auf 4 Pfoten zu laufen.‘‘ habe ich ihr erklärt. ,,Das funktioniert nicht!‘‘ hat Stella mit geschlossenen Augen gesagt. Was wir ihr nicht gesagt haben ist, dass eine kleine Strähne von hellem Fell kurz aufgeschimmert hat. ,,Vielleicht wäre es besser, wenn wir Stella erst mal da raus halten.‘‘ flüsterte Jake mir später zu und ich nickte. Damit beließen wir es und Stella fragte auch nicht weiter nach, sie will anscheinend auch ein normales Leben führen. Stella hat sich mit Elise angefreundet und die beiden treffen sich nur noch.

Jake und ich haben die letzten 5 Wochen damit verbracht über Rubralva im Internet zu recherchieren, jedoch ohne Erfolg. Es gab nämlich genau Null Treffer, daher haben wir später im Bücherregal meines Vaters gestöbert, da wurden wir zwar fündig, aber das Buch war für uns nutzlos, denn die Schrift konnten wir nicht lesen, also versuchten wir es im Internet den Text zu übersetzen. Dies funktionierte jedoch auch nicht, denn diese Sprache existiert nicht. Wir haben Alex das Buch gegeben und seit dem versucht er die Wörter zu entschlüsseln.

Heute am Abend ist der Schulball und Stella ist total aufgeregt, dass sie sich jetzt um 11 Uhr fertig macht. ,,Lieber zu früh, als zu Spät‘‘ hat Stella gesagt, als ich sie auf die Uhrzeit angesprochen hab. Ich sitze gerade im Arbeitszimmer und mein Vater erklärt mir gerade wie ich meine Heilfähigkeiten weiter ausschöpfen kann. ,,Pia! Du musst dich konzentrieren!‘‘ sagte er und legte noch ein weiteres Buch über Heilkräfte vor mich hin. Das Arbeitszimmer ist in einem öden grau gestrichen worden und es wurden neue Regale rein gestellt, diese wurden sofort mit Büchern voll gestapelt. Ich musste die meisten Bücher davon lesen, und meistens war es immer das gleiche: Heilende Pflanzen erkennen und anwenden, oder Heilfähigkeiten für Anfänger.

Ich ließ meinen Kopf auf die Tischplatte fallen und schloss meine Augen. Kann mich denn niemand von dieser langweiligen Heilstunde ablösen?

Es klopfte an der Tür und mein Kopf schoss nach oben. ,,Ja?‘‘ kam es von meinem Vater und die Tür öffnete sich. Hervor kamen zwei bernsteinfarbene Augen. Ich stand auf und ging zu Jake. Er zog mich in eine Umarmung und gab mir einen Kuss auf den Scheitel.

,,Ich glaube du solltest dich auch mal umziehen‘‘ sagte Jake und zog mich mit sich. ,,Hast du nicht etwas vergessen?‘‘ kam es von meinem Vater. Ich drehte mich um und er drückte mir das Buch in die Hand. ,,Vergesse nicht es zu lesen!‘‘ sagte er und widmete sich seinem Bücherregal zu. Wir verließen das Arbeitszimmer und gingen durch den Flur rüber in mein Zimmer. ,,Wir haben natürlich noch ein bisschen Zeit, aber ich dachte mir, dass ich dich mal von dieser elenden Zeit ablöse.‘‘ sagte Jake und setzte sich auf unser Bett. Ja unser Bett, Jake lebt größtenteils bei uns und muss nur ab und zu rüber um auf seine Brüder auf zu passen. ,,Danke, länger hätte ich es nicht mehr ausgehalten‘‘ erwiderte ich und setzte mich neben ihn hin. Jake zog mich auf seinen Schoß und wir lehnten unsere Stirnen aneinander. Ich überbrückte die letzten Zentimeter und unsere Lippen fanden einander. Meine Hand wanderte unter Jakes Shirt und ich spürte seine ausgeprägten Muskeln die sich unter meiner Berührung anspannten. Jakes Hand fuhr durch meine Haare und seine andere lag auf meinem Rücken. Eine Gänsehaut jagte durch meinen Körper.

Das Klingeln von Jakes Handy ließ uns zusammen zucken und wir lösten uns voneinander. Leicht außer Atem griff Jake nach seinem Handy und der Name von Fynn leuchtete auf. ,,Ja?‘‘ fragte Jake nach dem er den Anruf entgegengenommen hat und drückte dann auf Lautsprecher. ,,Ich hol euch in einer Stunde ab!‘‘ kam es knapp von ihm, bevor er auflegte. ,,Dann werden wir uns wohl mal fertig machen.‘‘ sagte Jake und klatschte in die Hände. ,,Wieso eigentlich so früh?‘‘ fragte ich ihn leicht verwirrt, da es jetzt erst 14 Uhr ist und der Schulball beginnt erst 18 Uhr. ,,Fynn will noch mit uns zu Alex.‘‘ erklärte Jake knapp und ich nickte. Jake nahm seinen Anzug und verschwand damit ins Bad. Ich ging zu meinem Kleiderschrank und holte mir mein dunkelblaues Kleid raus. Ich tauschte meine Jogginghose und mein T-Shirt gegen das dunkelblaue Kleid ein und friemelte hinten an meinem Rücken herum, um den Reißverschluss zu schließen. Nach mehreren Versuchen hatte ich es geschafft und klopfte an die Badezimmertür. ,,Komm ruhig rein!‘‘ kam es von der anderen Seite. Ich öffnete die Tür und starrte auf Jake. Er stand in einem dunkelblauen Anzug vor mir und seine braunen Haare glänzen. Er sieht im Anzug noch heißer aus, als er ohnehin schon ist. Jake schien es mit mir genauso zu gehen, denn auch er starrte mich an. Ein Lächeln schlich sich auf meine Lippen. ,,Der Anzug steht dir, Muskelprinz!‘‘ sagte ich in die Stille hinein und er grinste breit. ,,Das Kleid steht dir, Prinzessin‘‘ erwiderte er. Ich schlängelte mich an ihm vorbei und nahm mir meine Haarbürste. Vor dem Spiegel versuchte ich mein zerzaustes Haar zu bändigen, aber ich starrte eigentlich nur Jake an. Im Spiegel trafen Jakes Augen auf meine und er grinste nun noch breiter. Ich schüttelte den Kopf und versuchte mich darauf zu konzentrieren meine Haare zu bezwingen. Jake sprühte sich mit Deo ein und ich rümpfte die Nase. ,,Zweimal sprühen hätte gereicht.‘‘ fauchte ich ihn an. ,,Aber dann riechst du ja nicht nach meinem schönen Deo‘‘ gab er zurück. Ich zückte mein Erdbeerdeo und sprühte mich genauso damit ein wie Jakes es zuvor mit seinem tat. Jedoch übertrumpfte das Deo von Jake und das Bad war ein müffelndes Zimmer. Ich hustete und ging aus dem Deo Zimmer raus.

,,So schlimm riecht es doch nicht!‘‘ rief Jake mir hinter her. Ich verdrehte die Augen und betrachtete mich im Spiegel noch mal komplett. Meine Halsketten mit dem Wolfsanhänger und der Krone sind diesmal über dem Kleid, weil Jake meinte, dass es nicht auffallen wird, da ja jeder heute Ketten trägt. An normalen Tagen muss ich die Ketten versteckt halten, da immer noch eine Bedrohung ausgeht, von der niemand außer Fynn, Alex, Jake und ich wissen. Heute werden wir aber Spaß haben!

Es klingelte an der Tür und kurze Zeit später klopfte es an meiner Tür. ,,Komm ruhig rein‘‘ sagte ich und Fynn trat ein. Er trug einen hellblauen Anzug mit einer schwarzen Krawatte, dieser ließ sein goldbraunes Haar noch besser Aussehen. ,,Musst du öfters tragen.‘‘ lobte ich Fynn. ,,Gleichfalls‘‘ erwiderte er. ,,Du weißt schon das ich keine Kleider mag oder?‘‘ fragte ich ihn. Er zuckte mit den Achseln. ,,Jake kommst du?‘‘ fragte ich ihn. ,,Er ist bestimmt ins Klo gefallen‘‘ flüsterte Fynn mir zu und ich lachte laut los. ,,Kann sein.‘‘ gab ich lachend zurück. Die Badezimmertür öffnete sich und ein grimmig drein guckender Jake stand vor uns. Er hielt seine Krawatte in der Hand. ,,Hast du es nicht hinbekommen dir die Krawatte zu binden?‘‘ fragte Fynn ihn belustigt und Jake brummte. ,,Also ich will ja nicht angeben, aber ich hab mir meine Krawatte selber gebunden.‘‘ prahlte Fynn und nahm Jake den Stofffetzen aus der Hand. Innerhalb von wenigen Handgriffen trug Jake eine rote Krawatte.

Wir verließen mein Zimmer und ich klopfte noch mal an Stellas Tür. ,,Ja?‘‘ kam es von Stella und ich trat in ihr Zimmer ein. ,,Ich wollte dir nur sagen, dass ich mit Fynn und Jake noch unterwegs sind.‘‘ erklärte ich ihr. ,,Ja nicht schlimm, ich treffe mich auch gleich noch mit Elise.‘‘ erwiderte sie und ich ging auf sie zu. Ich zog sie in eine Umarmung. ,,Das rote Kleid passt dir perfekt!‘‘ flüsterte ich ihr zu und wir lösten uns voneinander. ,,Los geh schon! Dein Prinzchen wartet auf seiner Prinzessin!‘‘ sagte Stella und schob mich aus ihrem Zimmer. Ich schüttelte den Kopf und Jake nahm meine Hand in seine. Zusammen gingen wir die Treppen nach unten und am Ende der Treppe wartete meine Mutter. ,,Ihr seht wunderschön aus.‘‘ sagte sie und lächelte uns an. Ich ließ Jakes Hand los und nahm die letzten Stufen nach unten. Meine Mutter zog mich in ihre Arme und drückte mir einen Kuss auf den Scheitel ehe sie mich los ließ. ,,Nun ab! Habt Spaß, aber betrinkt euch nicht zu viel!‘‘ sagte sie und lächelte. ,,Wir werden sicherlich Spaß haben!‘‘ sagte ich und lächelte zurück. Jake nahm wieder meine Hand und zog mich mit sich. ,,Bis später, Frau Mouncheraux!‘‘ sagte Jake. ,,Tina! Du sollst mich nur Tina nennen!‘‘ rief sie uns hinter her. Ich schüttelte schmunzelnd den Kopf und wir traten aus der Tür heraus. Fynn saß schon im Auto und startete den Motor als er uns sah. Wir stiegen rasch ein und Fynn fuhr auch schon los. ,,Alex hat die ersten Wörter übersetzen können.‘‘ sagte Fynn und trat auf das Gas. ,,Und deswegen fährst du so schnell?‘‘ fragte ich Fynn. ,,Da ist noch was anderes … Denn einige Seiten haben sich verändert.‘‘ antwortete er und warf einen Blick in den Rückspiegel und er nahm Gas weg als er sah wie ich mich an Jake festklammerte. ,,Sorry‘‘ murmelte Fynn und fuhr im normalen Tempo weiter. ,,Inwiefern verändert?‘‘ fragte Jake. ,,Keine Ahnung‘‘ antwortete Fynn und zuckte mit den Achseln. Im Auto herrschte die restliche Zeit schweigen und ich musste an die letzten Wochen denken, in denen wir Klausuren geschrieben haben. Trotzdem wir so oft gefehlt hatten, haben wir alle Bestanden! Wir sind mit als Familie Essen gegangen und haben uns über unsere vergangene Zeit unterhalten. Ich erfuhr, dass mein Vater öfters versucht hat uns zu erreichen, aber weder seine Briefe noch seine Anrufe kamen bei uns an. Stella wurde immer erzählt, das ihre Mutter tot sei und daher nur Morris und Hendrik für sie da waren. Meine Mutter erzählte den anderen von ihrem harten Job und ich erzählte über das Schloss Salem. Am Ende des Abendessens hat Jake mich mit genommen und zusammen lagen wir im Gras und schauten in den Sternenhimmel. Einmal ist eine Sternschnuppe vorbei gezogen und ich hab mir gewünscht, dass nichts schlimmes mehr passieren soll. Ich musste nämlich zusehen wie Jake angeschossen wurde, wie mein Zimmer gefror und ich mich in einen Wolf verwandeln kann. Das war genug Action für mein restliches Leben… ,,Kommst du?‘‘ riss Jake mich aus den Gedanken und ich nickte. Mir fiel wieder ein wieso wir hier sind. Wir wollen ja das Buch entschlüsseln und dann müssen wir noch herausfinden wieso die verlassene Hütte mit dem Portal eingestürzt ist. ,,Können wir Rubralva nicht einfach seinem Schicksal überlassen?‘‘ fragte ich und Jake schüttelte den Kopf. ,,Du hast selber gesagt, dass wir herausfinden müssen was da vor sich geht und dann müssen wir helfen.‘‘ erklärte Jake und hielt mir seine Hand zum aussteigen entgegen. Seufzend nahm ich seine Hand und kletterte aus dem Auto. Wir liefen den gepflasterten Weg entlang und Alex stand schon in der Tür. Fynn küsste Alex rasch und ging dann ins Haus. Jake und ich klatschten mit Alex ab und gingen in Alex seinem Zimmer. ,,So was hast du herausgefunden?‘‘ fragte Jake und klatschte in die Hände. Wir saßen alle auf Alex seinem Bett und starrten auf das kleine Lederbuch. Das Cover ist verziert mit Blumen und einigen Tieren. In der Mitte steht in unserer Sprache Rubralva in schnörkelhafter Schrift. ,,Dieser erste Satz‘‘ begann Alex, schlug die erste Seite auf und deutete auf die erste Zeile ,,bedeutet: Rubralva war das erste bewohnte Land für Gestaltwandler und weiteren magischen Wesen‘‘ beendete Alex. ,,Und wie konntest du es übersetzen?‘‘ fragte ich und sah ihn an. ,,Es war eine einzige Raterei und ich konnte herausfinden das dieses Zeichen ein A ist‘‘ erklärte er und tippte auf den halben Kreis mit dem Punkt in der Mitte. ,,Oder das ist ein R‘‘ sagte er und tippte auf einen Kringel mit Punkt. Ich hab trotzdem keine Ahnung was da nun steht, daher zuckte ich nur mit den Achseln und legte mich hin. ,,Ich würde gerne mit auf euren Schulball kommen!‘‘ sagte Alex auf einmal und stand auf. Er verschwand mit einem Klamotten Stapel im Bad und innerhalb von 5 Minuten in einem ebenfalls hellblauen Anzug raus und er trug keine Krawatte. ,,Na hast du auch deine Krawatte nicht binden können?‘‘ fragte Fynn und deutete mit einem Nicken auf das Stück Stoff, welches hinter seinem Rücken hervor lugt. Alex lächelte verlegen und zog den Stofffetzen hinter seinem Rücken hervor. Fynn stand auf und nahm Alex den Stoff ab. Er band ihm die Krawatte wieder innerhalb von wenigen Sekunden. ,,Ich muss euch wohl mal Unterricht geben, wie man Krawatten bindet!‘‘ sagte Fynn kopfschüttelnd. ,,Wie teuer wäre denn dein Krawatten-Binde-Unterricht?‘‘ fragte ich ihn. ,,Eine Stunde 30 Dollar.‘‘ antwortete er. ,,Geizhals!‘‘ kam es von Jake. ,,Also bei ihm wären es 60 Dollar pro Stunde!‘‘ gab Fynn zurück. ,,Also ich würde es ihm nur für 100 Dollar anbieten‘‘ mischte Alex sich mit ein. ,,Und für dich dann 200?‘‘ fragte ich Alex. ,,Ja‘‘ kam es von Jake. ,,Man dann wäre ich ja reich! Und ihr arm!‘‘ sagte Fynn und wir lachten alle laut los. ,,Vielleicht finden wir ja noch mehr Leute die Krawatten binden lernen wollen?‘‘ fragte ich. ,,Dann aber für alle 200 Dollar die Stunde!‘‘ antwortete Fynn. ,,Du bist so ein Geizhals!‘‘ sagte Jake erneut. ,,Du kannst froh sein, dass ich vorhin für das binden deiner Krawatte noch kein Geld verlangt habe, Jakiboy‘‘ antwortete Fynn entspannt und seine Mundwinkel zuckten. Wir lachten wieder und ich hielt mir vor lachen den Bauch. Ich lachte Tränen. ,,Du kannst gleich 300 Dollar bezahlen!‘‘ fauchte Fynn mich an. ,,Wieso das denn?‘‘ fragte ich und biss mir auf die Zunge, um nicht wieder los zu lachen. ,,Weil du bestimmt auch keine Krawatten binden kannst!‘‘ sagte Fynn und sah mich herausfordernd an. ,,Ach ja?‘‘ sagte ich und lächelte ihn an. ,,Ich muss mal kurz deine Krawatte nehmen‘‘ sagte ich an Jake gewandt und entfernte sie ihm. Fynn beobachtete mich mit verschränkten Armen. Ich werde ihn kurz veräppeln, indem ich so tue als hätte ich keine Ahnung. Also legte ich den Stoff mit der falschen Seite nach oben um Jakes Hals. Mein Blick wanderte zu Fynn der bis über beide Ohren grinste. Gleich wird dir das lachen vergehen! Ich legte den Stoff vernünftig hin. Zwei mal umwickeln, von unten durch und dann durch die Schlaufe. Und festziehen! ,,Und? Zufrieden?‘‘ sagte ich an Fynn gemacht. ,,Da hab ich mich wohl getäuscht!‘‘ erwiderte Fynn und machte eine Verbeugung. Ich schüttelte den Kopf und unterdrückte ein Grinsen. ,,Wie wäre es, wenn wir nach dem Schulball noch mal eine Runde durch den Wald drehen?‘‘ fragte Jake uns. Wir nickten alle, denn wir dürfen uns seit einigen Wochen wieder im Wald verwandeln und ein Wolf zu sein ist das beste was es gibt! ,,Aber dann wieder zum Wasserfall?‘‘ fragte ich und wieder nickten alle. ,,Wir sollten vielleicht mal langsam los‘‘ sagte Alex und ich blickte zu Fynn und Jake. Beide grinsten mich an. Jake und ich standen langsam auf und Fynn stellte in Zeitlupe einen Fuß vor den anderen. ,,Das hab ich nicht wörtlich gemeint!‘‘ sagte Alex und ging vor. ,,Ach Alex!‘‘ sagten wir alle gleichzeitig und mit einem Seufzen kam er zurück. Er stand im Türrahmen und beobachtete uns mit einem Schmunzeln. ,,Gut, dann kommt jetzt in einem normalen Tempo mit!‘‘ sagte Alex und wir setzten uns in Bewegung. Fynn und Alex liefen vor uns Hand in Hand und ich nahm Jakes Hand in meine.

,,Und wie weit bist du eigentlich mit deiner Heiler Ausbildung?‘‘ fragte Alex mich. ,,Hoffentlich bald fertig.‘‘ sagte ich und verdrehte die Augen. ,,So schlimm?‘‘ fragte Fynn lachend. ,,Anscheinend schon, ich hab sie vorhin von der langweiligen Stunde gerettet.‘‘ mischte Jake sich ein. ,,Willst du jetzt einen Umhang haben wo drauf steht: Mein Held?‘‘ fragte ich ihn. ,,Ja und einen lebensgroßen Aufsteller von mir!‘‘ sagte er mit einem lächeln im Gesicht. ,,Ich kann den Aufsteller von dir ja auch in die Einfahrt stellen, vielleicht kommen dann weniger Leute.‘‘ überlegte ich. ,,Du meintest wohl eher, dass dann noch mehr Leute kommen!‘‘ sagte Jake und wir lachten alle, bis auf Jake, auf. ,,Aber zurück zum Thema. Es ist so öde! Ich muss schon wieder ein weiteres Buch lesen und es macht zwar Spaß anderen zu helfen und sie zu heilen, aber das theoretische ist immer das Gleiche.‘‘ erklärte ich.


4. Januar 2023 00:00 0 Bericht Einbetten Follow einer Story
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