julina-fahnster1632086218 Julina Fahnster

Was passiert, wenn dich deine Vergangenheit einholt? Wenn du endlich deinen Seelenverwandten findest, aber nichts nach Plan geht? Lässt du dich von der Liebe und Leidenschaft führen oder führst du mit Kopf anstatt mit Seele? Niemand darf dein Geheimnis erfahren.


Übernatürliches Werwölfe Nur für über 18-Jährige.

#protective #mond #moongoddess #seelenverwandt #Mate #familie #erotisch #spannend #kampf #leidenschaft #liebe # #Alpha #Luna
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922 ABRUFE
Im Fortschritt - Neues Kapitel Jeden Samstag
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Kapitel 1

Kapitel 1

Erst fesselte er meine rechts, dann mein linkes Handgelenk an die Fesseln die aus Silber bestanden. Sie schwächten mich. Warum bin ich bloß wieder hier? Ich konnte doch erfolgreich abhauen. Wie hat er mich wiedergefunden?

„Du gehörst mir.“, sprach er in seiner widerwärtigen Stimme, die mich immer noch fast zum Erbrechen brachte.

„Niemals. Nicht mal in 1000 Jahren.“, gab ich stur zurück.

Ihm gefiel diese Antwort wohl nicht, denn er kam näher und ich konnte ahnen was als nächstes passieren würde.

Er hob seine Hand und gab mir eine Ohrfeige. Meine Wange prickelte und schmerzte, doch ich zeigte es ihm nicht. Das würde ihn bloß amüsieren.

Er hörte danach nicht mehr auf mich zu schlagen. Er machte immer und immer weiter, bis ich nicht anders konnte als zu wimmern.

Plötzlich hörte ich ein störendes Geräusch. Fast wie die eines… Weckers?


Ich schreckte auf und befand mich kurzer Hand darauf tatsächlich in meinem Zimmer.

Es war nur ein Albtraum. Ein Albtraum der nicht mal so weit von der Realität weg war.

Ich nahm mein Handy und machte den Wecker aus.

Ich fuhr mir kurz durch meine langen, lockigen, dunkelblonden Haare. Mit jeder Nacht werden die Albträume schlimmer, dabei bin ich doch sicher vor ihm. Niemals könnte er erfahren wo ich mich aufhalte.

Als ich tief in meinen Gedanken versunken war, klopfte es plötzlich an meiner Tür.

„Luna?“, ertönte die Stimme meiner Beta.

„Komm rein Eliza.“

Auf mein Kommando folgend kam Eliza, meine Beta ins Zimmer. Sie hatte schulterlange, schwarze Haare und strahlend grüne Augen auf die ich manchmal neidisch war.

„Ist alles okay?“

Jeder aus meinem Rudel wusste, was ich hätte durchmachen müssen, und jeder wusste, dass mich die Albträume immer noch plagten. Manchmal muss ich schmunzeln, wenn mir auffällt wie wichtig es diesem Rudel doch ist, dass es ihrer Luna gut geht.

„Ja, alles okay, Eli“, nickte ich freundlich, „Gibt es irgendwas Neues von der Patrouille?“

„Nein Luna. Es scheint wohl alles sicher zu sein. Kein anderer Wolf hat sich in die Nähe unseres Gebietes getraut.“

Seit ich damals vor … ihm abgehauen bin, habe ich angefangen ein eigenes Rudel zu gründen.

Ich bin tagelang, wochenlang, sogar monatelang umhergestreift und hab andere Rudellose gesucht.

Ich war ja plötzlich selber Rudellos, nachdem er meine ganze Familie lebendig verbrannt hatte, nur um mich zu bekommen. Da ich der einzige Nachkomme war, gingen Vaters Alphakräfte auf mich rüber, und diesen Vorteil habe ich genutzt um mich zu befreien, und um mir Anhänger zu suchen.

Rudellose wurden gehasst, weil man immer davon ausgegangen ist, dass sie in ihrem vorherigen Rudel ein großes Verbrechen begangen haben. Aber dies war nicht immer der Fall.

Ich bin Rudellos, und trotzdem bin ich eines der Opfer meiner Vergangenheit gewesen.

Und genau aus solchen Rudellosen habe ich mein eigenes Rudel gegründet. Um sie zu schützen, und um ihnen zu helfen.

Ich hatte mir meine eigene Familie gegründet, und diese liebte ich unermesslich.

‚Ich auch, Ju.‘

‚Guten Morgen, Lania.‘

Lania war meine innere Wölfin. Ohne sie wäre ich wahrhaftig nicht die, die ich bin. Nie entschied ich etwas, ohne ihre Meinung zu wissen. Sogar meine Outfits beeinflusste sie. Ich liebte diese Wölfin in mir über alles. Sie war die Schwester, die Familie, die ich nie hatte.

‚Süß von dir, aber antworte Eli besser. Sie wird schon ganz nervös.‘, kicherte ihre Stimme in meinem Kopf.

„Das sollen sie sich auch nicht wagen.“, gab ich von mir.

„Dein Frühstück steht übrigens schon bereit.“, lächelte Eliza und schloss meine Zimmertür, nachdem ich ihr dankend zugenickt habe.

Ich atmete noch einmal kurz durch, bevor ich aufstand und mich auf den Weg ins Bad machte, um mein Gesicht zu waschen und meine Haare zu richten.

Ich schminke mich ein wenig, und ging dann in meinen begehbaren Kleiderschrank und suchte mir für heute meine Klamotten.

Ich müsste gleich noch kurz ins Rudelhaus und ein bisschen Papierkram erledigen, bevor wir morgen Abend unsere große Mission antreten.

Die Mission handelt sich gegen unseren größten Rivalen. Dem La Costa-Pack.

Sie breiten ihr Revier immer mehr aus. Schon nicht schlecht, jedoch habe ich einen größeren Vorteil.

Jedes Rudel im Umkreis denkt, unser Rudel wird von einem männlichen Alpha geführt. Da niemand weiß, wie der Alpha aussieht, traut sich keiner uns anzugreifen. Im Moment zumindest. Jedoch könnte das La Costa-Pack ein Risiko darstellen. Sie sind dafür bekannt, Rudellose in ihrem Revier einzusammeln und brutal zu foltern, ganz egal welchen Hintergrund die Rudellose haben. Also sterben und leiden darunter auch Unschuldige.

Und ich sei verdammt, wenn ich da tatenlos zusehen würde.

Unsere Mission handelt also davon, uns mit ihrem Revier vertraut zu machen, und den Platz zu finden, an dem sie ihre Gefangenen halten, und welcher Tag bietet sich dafür besser an, als der Tag an dem der antretende Alpha auf einem Fest seine Luna vorstellt? Zu diesem Fest ist jedes Rudel eingeladen, sogar die, die eigentlich Rivalen sind. Dies wurde jedoch so eingerichtet, um Allianzen schließen zu können. Ziemlich dumm, wenn man bedenkt das tausend Feinde die Mate des Alpha umrunden. Aber jedem das seine. Für uns war es definitiv ein Vorteil. Die Mate eines Wolfes würden wir jedoch nie anfassen.

Nach meinem ausgiebigen Frühstück, ging ich dann auch zum Rudelhaus und setzte mich in mein Büro.

Die Papierarbeit war nicht meine Lieblingsbeschäftigung als Alpha, jedoch notwendig, wenn hier alles Intakt laufen soll.

Immer wieder bekamen wir Allianzanfragen von anderen Rudeln. Recht viele unterschrieb ich nicht, nur die, die ich persönlich kannte. Unser bester Verbündeter war das Lumière-Pack. Ich kenne den Beta. Er heißt Sebastian und ist seit ich mein eigenes Rudel erschaffen habe, mein bester Freund. Sein Alpha hat französische Wurzeln, aber hier in der Nähe liegt sein Revier. Er und die Luna wollten die Allianz mit dem unseren Pack, nachdem sie von meiner Freundschaft mit Sebastian erfuhren. Ihnen kann ich auch vertrauen, unser Geheimnis um den nicht vorhandenen männlichen Alpha, zu halten.

Nach einigen Stunden Arbeit, klopfte meine Tür.

„Herein.“, sprach ich, ohne von dem Formular aufzusehen.

„Ju?“, ertönte eine mir bekannte Stimme. Es war Eli.

„Ja?“, sagte ich und sah ihr letztendlich auch in die Augen.

Wenn sie mich bei meinem Spitznamen nannte, dann brauchte sie mich als ihre beste Freundin. Nannte sie mich Luna, war das ein rein geschäftliches Gespräch.

„Ein paar Mädchen und ich wollen heute Abend in den neuen Club, der hier in der Grauzone eröffnet wurde.“

„Ihr könnt ruhig gehen, solange ihr morgen Abend fit für die Mission seid.“, lächelte ich und wollte mich grade wieder meinem Formular widmen, als Eli mich unterbrach.

„Eigentlich hatten wir gehofft, dass du uns begleitest, Ju. Es ist schon so lange her, seit wir etwas zusammen gemacht haben. Außerhalb der Rudelaktivitäten.“

Sie hatte Recht, es ist bestimmt schon 2 Jahre her. Ihr Gesichtsausdruck schien so enttäuscht und traurig.

Eigentlich wollte ich erst ablehnen, aber Elis Welpen Blick konnte man nicht ignorieren.

„Na gut. Wie spät geht ihr los?“

Plötzlich fing Eli an zu kreischen wie eine Verrückte, rannte auf mich zu und nahm mich in die Arme.

„Um 22 Uhr treffen wir uns bei mir und machen uns fertig.“, sagte sie, nachdem sie mich losließ.

Ich nickte ihr zu und lächelte sie ein letztes Mal an, bevor sie mein Büro verließ.


In der Grauzone dürfte ja nichts Rudel Relevantes passieren. Das ist die einzige Zone, dem kein Alpha zugeordnet ist. Dort dürfen weder Rudelkämpfe oder Kriege passieren, noch darf man dort jagen. Und um diese Regel leichter herbeiführen zu können, trank jeder vor dem Passieren Eisenkraut, um den eigenen Wolf zu unterdrücken. So würde man nicht riechen oder spüren können, wer dort Mensch und wer Übernatürlich ist.

Einige Stunden erledigte ich noch meine Arbeit, bis es bereits halb 10 abends war, und ich mich auf dem Weg zu Elis Haus machte. Ich lebte mit meinem Rudel Nähe einer Klippe, innerhalb des Waldes. Es war hier am Ruhigsten, da wir uns von der Zivilisation größtenteils abgrenzten.

An ihrer Haustür angekommen, klingelte ich und wurde kurz daraufhin auch schon von Eli hineingelassen.

„Julietta!“, ertönten die Stimmen meiner engsten Mädels.

Wir alle fielen uns kurz in die Arme, bevor wir in den Keller gingen, wo sich die Bar befand.

„Whiskey, wie immer?“, richtete Eli an mich.

Ich war nie der Wein, oder Sekt Typ.

„Ja, mach den ersten direkt mit Eisenkraut.“, antwortete ich nickend zu dir.

„Geht klar, Boss.“, lachte sie.

Amelie, die ihre wunderschönen blonden Haare gelockt hatte, kam bereits mit ihrem Schminkkoffer an.

„Ich schmink Ju.“, gab sie direkt von sich. Manchmal fühlte ich mich hier wie eine Berühmtheit.

Aber mir soll es Recht sein. Mich wirklich auffällig schminken konnte ich noch nie.

Nach gefühlten 3 Stunden trinken, und 1 ½ Stunden schminken, waren wir alle nun auch endlich bereit. Und dank dem Eisenkraut, welches unsere starke Alkoholtoleranz mit unserer wölfischen Seite unterdrückte, auch reichlich angetrunken.

Wer weiß. Vielleicht könnte ich mir heute auch etwas Spaß gönnen. Wenn Lania anwesend war, konnte ich das ja nie. Den jedes Mal sobald ich einen Mann nur ansatzweise attraktiv fand, fing sie an über unseren Mate zu reden, der da draußen irgendwo lauert. Ich kann mich doch nicht für einen Kerl aufheben, den ich sowieso nicht akzeptieren darf.

„Das Taxi ist da.“, kreischte Isabella, die ihre Haare neulich in einem grellen rot gefärbt hatte. Es passte erstaunlich gut zu ihren honigbraunen Augen.

„Los geht’s, Ladys.“, rief ich in die Gruppe.

Wir alle stolzierten in unseren knappen Kleidern nach draußen und setzten uns in das nun überfüllte Taxi.

Während der Fahrt trällerten wir jedes Lied, welches im Radio zu hören war, mit. Der Taxifahrer musste hier und da mal schmunzeln, wenn er uns betrachtete. Er war bestimmt Ende Zwanzig und sah nicht schlecht aus.

„So Mädels, aussteigen.“, lächelt uns der attraktive Kerl auf dem Fahrersitz an.

Alle stiegen nacheinander aus, nur ich blieb auf der Rückbank sitzen.

„Was macht das?“, fragte ich, während ich bereits in meinem Portemonnaie wühlte.

„Deine Handynummer.“, gab er knapp von sich und zwinkerte mir zu.

Ich war gut angetrunken, und von seinem Aussehen auch nicht abgeneigt, also kramte ich mein Handy raus, und zeigte ihm meine Nummer, die er schnell in seinem Handy abspeicherte.

„Ruft mich ruhig an, wenn ihr jemanden braucht, der euch nachhause fährt.“

„Mach ich. Danke Hübscher.“, versuchte ich flirten. Aber manchmal sah mein Lächeln währenddessen einfach nur aus, als hätte ich einen schrecklichen Schlaganfall.

Ich stieg aus dem Taxi aus und hatte anfangs einige Schwierigkeiten gerade auf den Beinen zu stehen.

Ich betrachtete den Club. Es nannte sich „das Swords“, und erleuchtete die Stadt in Neonfarben. Man konnte bereits auf offener Straße die laut dröhnende Musik hören. Einige standen in der Seitengasse, in die man schauen konnte, und kotzten sich die Seele aus dem Leib.

Scheint ja ein lustiger Abend zu werden, dachte ich mir selber und ging zu den Mädels. Ohne Vorahnung, dass dieser einzige Abend, mein Leben um einiges komplizierter macht, als ich erwartet hätte.




19. September 2021 21:28:41 0 Bericht Einbetten Follow einer Story
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Fortsetzung folgt… Neues Kapitel Jeden Samstag.

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